1865
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Erscheinen des Romans „Von der Erde zum Mond“
von Jules Verne. |
1923 |
Veröffentlichung des Buches „Die Rakete zu den Planetenräumen“
von Hermann Oberth
in München. |
1926 |
Der Amerikaner Robert H. Goddard startet die erste Flüssigkeitsrakete. |
1929 |
Fritz Lang dreht seinen Film „Die Frau im Mond“.
Das deutsche Heer ruft ein Raketen-Forschungsprogramm ins Leben.
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1931 |
Der Deutsche Johannes Winkler lässt die erste Flüssigkeitsrakete
in Europa starten. |
1932 |
Wernher von Braun wird vom deutschen Heer eingestellt. |
1933 |
Die Nationalsozialisten gelangen in Deutschland an die Macht. |
1936 |
Beginn der Einrichtung des Raketen-Forschungszentrums in Peenemünde
und Start der
Studien zur Produktion einer großen strategischen Rakete. |
1940 |
10. Mai: Beginn des deutschen Einmarsches im Westen (Holland, Luxemburg,
Belgien und
Frankreich).
4. Juni: Nach dem Fall von Dunkerque (Dünkirchen) ist der Nord-Pas-de-Calais
vollständig
besetzt. |
1942 |
3. Oktober: Erster erfolgreicher Raketenversuch mit der A4 (später
V2 genannt) in
Peenemünde.
Dezember: Erster Versuch für den Start eines unbemannten
Flugzeuges Fi 103
(1944 als V1bezeichnet) in Peenemünde.
Start des „Manhattan-Projekt“ in den USA, d.h. der
Vorbereitung einer Atombombe.
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1943 |
Nacht vom 17. auf den 18. August: Die Royal Air Force bombardiert
das
Forschungszentrum Peenemünde.
27. August: Die ersten Deportierten aus Buchenwald treffen in
der Nähe von Nordhausen
(Thüringen) ein, um die unterirdische Fabrik Mittelwerk anzulegen,
die für die
Serienproduktion der A4-Rakete bestimmt ist.
28. August: Der erste Bunker zur Vorbereitung des Abschusses von
A4-Raketen in
Éperlecques (Pas-de-Calais) wird durch einen Bombenangriff
der Amerikaner zerstört. Die
Deutschen bauen an derselben Stelle eine Fabrik für die Herstellung
von Flüssigsauerstoff
(das Blockhaus, das auch heute noch zu sehen ist).
September: Baubeginn für einen unterirdischen Komplex zur
Vorbereitung des Abschusses
von A4-Raketen in Helfaut-Wizernes. Wenige Monate später
wird der Standort von einer
enormen Betonkuppel geschützt.
September 1943 bis März 1944: Die Einrichtung des Mittelwerkes
fordert viele Todesopfer
unter den Deportierten (2 882 Tote).
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1944 |
März: Die Deportierten, die im Mittelwerk arbeiten,
leben von nun an in einem Außenlager,
das „Dora“ genannt wird.
6. Juni: Landung der Alliierten in der Normandie.
13. Juni: Die ersten V1 werden auf London abgeschossen.
20. Juli: Das Attentat auf Hitler bei Rastenburg scheitert. Das
Raketenprogramm der
deutschen Wehrmacht wird vollständig der SS unterstellt.
Ende Juli: Die Deutschen verlassen LA COUPOLE.
1. September: Letzter Start einer V1 von französischem Boden.
5. September: Der Norden Frankreichs wird von den alliierten Truppen
befreit. Britische
Ingenieure inspizieren die Anlage LA COUPOLE.
8. September: Die erste einsatzfähige V2 geht in der Nähe
von Paris nieder, aber die
deutsche Offensive richtet sich im Wesentlichen gegen London.
12. Oktober: Beginn der Offensive mit V1 und V2 gegen Antwerpen.
Oktober: Dora wird zu einem Hauptlager und somit vom KZ Buchenwald
unabhängig.
16. Dezember: Der Einschlag einer V2 im Kino „Rex“
in Antwerpen fordert 561 Tote. |
1945 |
27. März: letzter Abschuss einer V2 auf London.
Anfang April: Ende der V2-Produktion im Mittelwerk und
Räumung des Lagers Dora.
11. April: Amerikanische Truppen entdecken das Lager Dora und
die unterirdische Fabrik
Mittelwerk.
2. Mai: Wernher von Braun ergibt sich der amerikanischen Armee.
September: Wernher von Braun trifft in den USA ein.
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1946 |
Beginn einer V2-Testreihe in den USA. |
1947 |
Abschusstests für die V2 (in „R1“ umbenannt) in
der Sowjetunion. |
1954 |
Hergé veröffentlicht „Schritte auf dem Mond“. |
1957 |
Die Sowjetunion startet den ersten künstlichen Satelliten Sputnik. |
1958 |
Die Gruppe um W. von Braun startet den ersten amerikanischen Satelliten
Explorer. |
1961 |
Jurij Gagarin ist der erste Mensch im Weltraum. |
1969 |
21. Juli: Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond.
Die Rakete Saturn V, die ihn in die Erdumlaufbahn
bringt, bevor er weiter zum Mond fliegt,
wird von W. von Braun und seinen Mitarbeitern entwickelt. |
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Die V1 ist ein unbemanntes Flugzeug, eine
so genannte „fliegende Bombe“ (der richtige Name dieses
Fluggeräts in der Luftfahrt lautet Fieseler Fi 103
nach dem Unternehmen, das es entwickelt hat).
Das von der deutschen Luftwaffe ab 1942 entwickelte
Fluggerät transportiert 830 kg Sprengstoff. Von einer Metallrampe
aus in die Luft katapultiert wird es während des Flugs von
einem Verpuffungsstrahlrohr angetrieben. Die recht geringe Fluggeschwindigkeit
und die eher bescheidene Flughöhe macht sie für Jagdflieger
und Flak leicht angreifbar.
Die ersten fliegenden Bomben werden vom 13. Juni 1944 an vom
besetzten Frankreich aus auf London abgefeuert. Zu diesem Zeitpunkt
erhält sie ihren Propaganda-Namen „V1“
(Vergeltungswaffe Nr. 1).
Die V1 ist ein früher Vorfahre der amerikanischen Cruise-Missile
Tomahawk..
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Die V2-Rakete ist vor ihrem militärischen
Einsatz unter dem Namen A4 bekannt. Die von Wernher von Braun
und seinen Mitarbeitern 1936 entworfene Rakete, die von 1938 an
in Peenemünde von der deutschen
Wehrmacht weiterentwickelt wurde, ist die erste große Rakete
bzw. die erste ballistische Rakete in der Geschichte.
Ihre Eigenschaften waren beeindruckend und machten sie zusammen
mit der amerikanischen Atombombe zur innovativsten Waffe des Zweiten
Weltkrieges. Der erste Testflug gelang am 3. Oktober 1942. Die
A4 wurde von den Propaganda-Einheiten der Nationalsozialisten
in V2 umbenannt. Sie wurde am 8. September 1944 zum ersten Mal
eingesetzt.
V2 - Vergeltungswaffe Nr. 2
In den sechs folgenden Monaten wurden 3 700 Raketen abgefeuert,
hauptsächlich auf London und Antwerpen. Die V2 war nach ihrem
Start unangreifbar. Sie ist der Ursprung aller militärisch
und zivil genutzten Raketen, die in der zweiten Hälfte des
20. Jahrhunderts entwickelt wurden.
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