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Die Ursprünge der Eroberung des Weltraums (1945 - 1969)
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Wernher von
Braun (in der Mitte) beim Apollo-Programm in den 60er-Jahren. |
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Start einer Saturn V-Rakete
(1969), NASA-Foto |
Während des gesamten Kalten Krieges basierte die Militärstrategie der beiden sich gegenüberstehenden Imperien USA und Sowjetunion auf dem teuflischen Gespann aus Atombombe und ballistischer Rakete.
Ab 1955 waren die Territorien der beiden „Großen“ ständig verwundbar: Die Flugzeit einer Interkontinentalrakete betrug ca. 30 Minuten. U-Boote, die unaufhörlich im Einsatz waren, transportierten Wasser-Boden-Raketen mit atomaren Sprengköpfen.
Mit der Raketenkrise von Kuba im Jahr 1962 erreichte die Bedrohung für die gesamte Menschheit ihren Höhepunkt.
Paradoxerweise führte diese Krise zu einer neuen
Phase in den Beziehungen zwischen den beiden Blockmächten USA und
Sowjetunion:
Die „friedliche Koexistenz“ beruhte auf dem neuen Prinzip
der „Abschreckung durch garantierte, gegenseitige Vernichtung“,
d.h. auf einem „Gleichgewicht des Schreckens“.
Der Kampf zwischen den beiden Großmächten verlagerte sich allmählich auf ein friedliches Gebiet. Die Propaganda bemühte sich, die Überlegenheit des eigenen ideologischen Systems zu beweisen, indem sie die technologischen Erfolge bei der Eroberung des Weltraumes rühmte.
Bis 1965 war die Sowjetunion den USA immer einen Schritt voraus. Sie schickte 1957 den ersten künstlichen Satelliten Sputnik in die Erdumlaufbahn, später mit Jurij Gagarin den ersten Menschen ins All (1961).
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Der erste Mann auf dem
Mond (1969), NASA-Foto. |
Aber die NASA stützte sich auf die herausragenden Forschungskapazitäten der amerikanischen Spitzenindustrie und führte systematisch ihre Programme zur Vorbereitung des ersten bemannten Flugs zum Mond durch (Mercury, Gemini), um so das Ziel zu erreichen, das Präsident Kennedy 1961 den Sowjets und seinem eigenen Volk genannt hatte.
Das Apollo-Programm profitierte vom außerordentlichen Erfolg der Technologien, die Teil der so genannten dritten industriellen Revolution waren (Elektronik, Informatik, Telekommunikation).
Die Gruppe um Wernher von Braun entwickelte die gigantische Saturn V-Rakete, mit der das Raumschiff für die Reise zum Mond auf die Erdumlaufbahn befördert wurde. Im Übrigen hatte von Braun trotz seiner früheren Zugehörigkeit zur NSDAP im Jahr 1955 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten.
Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Dieses Datum wird auch weiterhin als eines der bedeutendsten im 20. Jahrhundert gelten.
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